BDM-Podiumsdiskussion in Hesel

Weideprämie, Gänse und Wölfe – Weideprämie von CDU nicht gewollt, von SPD nicht gekonnt.

Vergangenen Mittwoch lud der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. zur Podiumsdiskussion der agrarpolitischen Sprecher ein. Peter Habbena führte als Moderator durch den Abend.
Ein zentraler Diskussionspunkt – die Weideprämie. Während Helmut Dammann-Tamke (CDU) vorschlug, das Thema möglichst schnell zu vergessen, versuchte Karin Logemann von der SPD wenigstens noch zu beschwichtigen. Das Thema sei ihr wichtig, aber man habe sich nicht gegen den Koalitionspartner CDU durchsetzen können.

Hermann Grupe (FDP) verteidigte die Weideprämie und vor allem die Anerkennung und Wertschätzung der Weidehaltung, vor allem in Ostfriesland. Letztendlich führen die Gänse und der Wolf bei gleichzeitig fehlender Weideprämie dazu, dass immer mehr Tiere in den Ställen und gar nicht mehr auf den Weiden sind. Nicht nur die Wölfe, sondern auch die Gänse müssen reguliert werden.
Die Auflagen steigen immer weiter, aber es gibt keinen Ausgleich dafür. Sei es Flächenfraß durch Kompensation, Auflagen durch Düngeverordnung oder mehr Auflagen durch neue Naturschutzgebiete – am meisten leiden die kleinen Betriebe darunter. Dies kann so nicht weitergehen!
Deutlich wurde vor allem, dass auf Seiten der CDU der politische Wille für eine Weideprämie schlichtweg fehlt – eine Anerkennung dieser Form wird für nicht notwendig gehalten. Ironisch könnte man sagen, dass die Flächen dann ja für Wolf und Gans frei sind.

 

Auch die Ostfriesen-Zeitung berichtete:

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