Corona, DRK Rettungsdienst und wo ist der Landrat?

Die Freien Demokraten fordern Landrat Matthias Groote (SPD) zu einer transparenten Aufklärung der Vorgänge beim DRK Rettungsdienst auf. „Nach dem Impfvordrängeln des Geschäftsführers und dem Schlingerkurs bei der Corona-Teststrategie gibt es beim DRK Rettungsdienst jetzt den ersten Corona-Fall in der Belegschaft. Die Presse berichtet daraufhin von Personalengpässen aufgrund der in diesem Zusammenhang vom Gesundheitsamt angeordneten Quarantäne von Kontaktpersonen,“ sagt Jens Völker aus Bunde, Kreisvorsitzender der FDP. Die Freidemokraten hatten schon frühzeitig die Zustände beim DRK Rettungsdienst kritisiert und auf die besondere Verantwortung des Landkreises hingewiesen, weil dieser vertraglich das DRK exklusiv mit dem Rettungsdienst im Kreis Leer betraut hat. Eine öffentliche Reaktion von Landrat Matthias Groote (SPD) beschränkte sich jedoch bis heute auf einen kurzen Satz, merken die Liberalen verwundert an.  Auch nachdem eine Stellungnahme der SPD Kreisvorsitzenden Anja Troff-Schaffarzyk auf breite Kritik auch aus ihrer eigenen Partei gestoßen war, hört die Öffentlichkeit vom Landrat nichts. Die FDP würde allerdings interessieren, ob sich Landrat Matthias Groote die Erklärung seiner Partei- und Kreistagsvorsitzenden zu eigen macht. „Wegducken nützt niemandem,“ meint dazu Jens Völker.  „Was sollen die Bürger davon halten, wenn der oberste Repräsentant des Kreises zu Vorgängen beim Rettungsdienst schweigt, auf den aber jeder bei Erstversorgung und Transport im Falle eines Notfalls oder Unfalls angewiesen sein kann,“ fragt der FDP Politiker. Eine Stellungnahme des Landrats sollte nachvollziehbar darlegen, ob aus Landkreissicht der Rettungsdienst im Kreis Leer durch das DRK noch weiter in vollem Umfang gewährleistet ist, so der FDP Kreisvorsitzende Jens Völker in seiner Pressemitteilung abschließend.