FDP fordert kommunalen Kinder- und Jugendgipfel

In Berlin kann sich der Bundestag nicht auf Kinderrechte im Grundgesetz einigen, weshalb sich die Politik vor Ort umso mehr mit der Situation der Jüngsten und ihrer Familien am Ende der Pandemie befassen sollte, meint die FDP. “Die, die die am stärksten unter den Maßnahmen der Corona-Pandemie gelitten haben, werden am wenigsten gehört. Für Kinder und Jugendliche stufen viele Ärzte und Organisationen die Lage als alarmierend ein”, betont Marvin Elling, Vorstandsmitglied im FDP Bezirk Ems-Jade und Vorsitzender des Jugendrats Uplengen.

Deswegen fordert die FDP im Kreis Leer einen kommunalen Kinder- und Jugendgipfel mit Betroffenen, Elternvertretern und anderen Beteiligten, um die Folgen der Pandemie gemeinsam anzugehen, so Jens Völker, FDP Kreisvorsitzender und stellvertretender Bezirkschef aus Bunde. “Es braucht eine Strategie mit gezielten Maßnahmen, um die Probleme der Jüngsten ganzheitlich anzugehen, Landrat Matthias Groote sollte tätig werden,” betont Völker. Dabei denke die FDP nicht nur an die Bildung der Kinder und Jugendlichen, sondern ebenso an deren medizinisch-körperliche und sozialen Bedürfnisse. “ Die Kinder und Jugendlichen müssen sich erst von der Pandemie erholen und wieder fit werden, ansonsten gibt es auch keinen Lernerfolg, “ betont Jens Völker.

Mediziner, wie der Vorsitzende des Landesverbands der Kinder- und Jugendärzte Bremen e.V. Dr. med. Stefan Trapp, berichten nicht nur von starken schulischen Rückschlägen, sondern sprechen auch von einer psycho-sozialen Krise einer ganzen Generation. Kinder, besonders im sehr jungen Alter, würden zusätzlich unter eine signifikanten Verschlechterung des Sprachniveaus und Verlust von fein- und grobmotorischen Fähigkeiten leiden. Auch sportlich sieht es bei Kindern eher schlecht aus. Die neu veröffentlichte MoMo-Studie zeigt, dass der Anteil der Kinder, die zu wenig und gar keinen Sport treiben, besonders im zweiten Lockdown drastisch zugenommen hat. Das hat unter anderem eine Verschlechterung des Gesundheitszustands und die höhere Neigung zu Mediensucht zur Folge.

Kinder und Jugendliche sind mehr als nur Schüler, meint die FDP. Die Studien zeigten, dass die Lage sehr komplex und gefährlich ist. Die vielen guten Initiativen der Gemeinden müssen nach Ansicht der FDP in eine ganzheitliche Strategie gegossen und erweitert werden. Die Angebote sollten so niedrigschwellig wie möglich sein. Ein gutes Beispiel ist sicher die Gemeinde Uplengen, die gemeinsam mit dem Jugendrat einen öffentlichen und frei zugänglichen Sportpark errichten möchte.

Jens Völker

Kreisvorsitzender

Marvin Elling