Mehr kommunales Engagement für junge Menschen in der Pandemie

Die Freien Demokraten sorgen sich um die jungen Menschen in der Pandemie. Durch die Kontaktbeschränkungen hätten viele Kinder und Jugendliche den direkten Anschluß zu Gleichaltrigen verloren, erläutern Yannick Wasserberg (Rhauderfehn) und Marvin Elling (Remels) vom FDP Kreisverband Leer in einer gemeinsamen Erklärung. In einer Studie der Stiftung Universität Hildesheim und der Goethe Universität Frankfurt gaben knapp 50% der befragten 15-30 Jährigen an, daß sie in den letzten Monaten nur noch mit zwei Freunden Kontakt hatten, rund 9% sogar mit niemandem. „Hinter diesen Zahlen verbergen sich schwere Schicksale. Kinder und Jugendliche laufen in Gefahr zu vereinsamen und das wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus. Zugleich vermindert es die Chancengleichheit der jungen Menschen für eine selbstbestimmte Zukunft,“ betonen die beiden Freidemokraten. Die FDP fordert wieder größere Lern- und Lebensräume für Kinder und Jugendliche in der Pandemie. „Sportvereine, Kirchengemeinden oder Jugendeinrichtungen könnten über die Schule hinaus im Rahmen der AHA-Regeln Lerngruppen, Hausaufgabenbetreuung und ein Stück Normalität anbieten. Wir fordern hierfür eine Koordination seitens der Kommune, sie wäre eine wichtige Initialzündung,“ betonen Yannick Wasserberg und Marvin Elling. Die Gesellschaft unterschätze oft, welch positiven Einfluss auch Einrichtungen der Selbstorganisation, wie Jugendbeiräte oder ein Gemeindejugendring auf die Gemeinschaft haben. „Es ist uns wichtig, daß die Gesellschaft die Sorgen der Jugendlichen ernst nimmt, ihnen vertraut und sie mit Freiheiten und Hilfen unterstützt. Dazu sollten aus Sicht der FDP in einer Demokratie Politiker und Verwaltungen ihren Beitrag leisten und sich gerade in der Pandemie nicht verstecken,“ heißt es von Yannick Wasserberg und Marvin Elling abschließend.

Die Quellenangabe auf die sich die Zahlen beziehen lautet

https://jugendsozialarbeit.news/wp-content/uploads/2020/05/jucoerste-ergebnisse.pdf