FDP gegen Tierwohlabgabe

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FDP lehnt Tierwohlabgabe als nicht zielführend ab

Die Freien Demokraten lehnen die von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) beabsichtigte Tierwohlabgabe ab. „Eine solche Abgabe hilft weder den Beschäftigten in der Fleischindustrie noch den Tieren, sondern zieht nur Geld aus den Taschen der Verbraucher und füllt den Staatssäckel,“ meint der Leeraner FDP Kreisvorsitzende Jens Völker. Nötig sei dagegen aus Sicht der FDP eine Verbesserung der Situation für die Beschäftigten durch Zahlung gleichen Lohns für gleiche Arbeit – unabhängig von der Herkunft der Beschäftigten und zumindest in Höhe des gesetzlich garantierten Mindestlohns. Auch müsse die in der Branche praktizierte Kopplung von Miet- und Arbeitsverträgen verboten werden, fordert Jens Völker aus Bunde, der auch stellvertretender Vorsitzender des FDP Bezirks Ems-Jade ist. Der Staat müsse drittens in den Schlachthöfen den Arbeitsschutz durch strenge Kontrollen besser gewährleisten. Dem Tierwohl andererseits werde nur dadurch geholfen, daß die Landwirte vermehrt in Tierwohlställe investieren könnten. „Dazu aber braucht es mehr Planungssicherheit für Landwirte und deutlich vereinfachte Verfahren bei Tierwohlverbesserungen,“ meint Völker. Von einem „Tierwohl-Soli“ dagegen hätten die Erzeuger und deren Tiere nichts und es bestünde im Gegenteil die Gefahr, daß die Konzentration noch weiter zunehme und kleinere Betriebe weiter benachteiligt werden. „Gleichmäßige Aufschläge auf die Thekenpreise machen nichts besser und sie machen regionale oder Bio-Produkte für die Kunden auch nicht attraktiver, sie schröpfen allein die Käufer tierischer Produkte,“ fasst der ostfriesische FDP Politiker seine Kritik an den Plänen der Ministerin in Berlin zusammen.